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Zusammenfassung des Diskussionsforums Berlin Agora im RADIALSYSTEM V

Die Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Berlin Agora am 10. September 2011 war nicht wirklich gut besucht. Es lag sicher auch daran, dass sie auf einen Sonnabend angesetzt war und gleichzeitig drei verschiedene Demonstrationen in Berlin stattfanden. Trotz allem war die anderthalbstündige Diskussion sehr anregend, nicht zuletzt durch die Anwesenheit von Sven Diedrich, einem BVV-Vertreter der Partei Die Linke. Es ging bei der Runde, die auf der offenen Terrasse des RADIALSYSTEM V stattfand, um mögliche Alternativen zum Umbau des Postfuhramtes, der Zerstörung von Baudenkmälern in der Berliner Innenstadt und Fragen zur Vernetzung von Bürgerprotest sowie zur Transparenz von Stadtentwicklungspolitik in Berlin.

Hier eine knappe 20-minütige Zusammenfassung der eineinhalbstündigen Diskussion:

45. Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung der BVV Mitte 15.09.2011

Liebe Freunde des Postfuhramtes und der lebenswerten Mitte,
bitte kommt am morgigen

Donnerstag, 15.09.2011, ab 20:00 Uhr
zur 46. öffentlichen Sitzung Bezirksverordnetenversammlung (BVV)
Parochialstraße 3, 10179 Berlin, Otto-Suhr-Saal.

Uns interessiert bspw.:
Warum wird die Denkmalbehörde in Sachen Postfuhramt zwar auf jeder Sitzung von Baustadtrat Gothe (SPD) für ihre kompetente und vorbildliche Arbeit gelobt, deren Arbeitspapier und Analysen angeblich Grundlage für die Genehmigung des Bauvorbescheides sind, aber bis zum heutigen Tag ist unser offener Brief unbeantwortet und keine Zeile von dem Material ist je veröffentlicht worden?

Hätte der Denkmalschutz die Garagen nicht zum Abriss freigegeben, wäre der Entwurf mit zwei monströsen Neubauten auf dem Hof gar nicht erst auf dem Tisch. Wie kann das sein?
Um die Verantwortlichen zu bewegen, brauchen wir Eure Unterstützung!

Berlin Agora -Veranstaltung am 10.09. im Radialsystem

Liebe Freunde der Lebenswerten Mitte,

wir haben einen wichtigen Etappensieg errungen: Die Fraktion der Grünen hat sich
auf ihrer letzten Fraktionssitzung für das Festhalten am Bebauungsplan 1-71 und
gegen einen Bauvorbescheid nach §34 BauGB ausgesprochen. Die Fraktion wird auf
der kommenden BVV am 15.9.22 einen entsprechenden Antrag einbringen, siehe Anhang.

Im Klartext heißt das: Die Zustimmung der Parteien in der
Stadtverordnenversammlung von Mitte für den Plan von Baustadtrat Ephraim Gothe
(SPD), den Antrag von Elad kraft seines Amtes durchzuwinken, schwindet. Schon
vorher hatten die CDU und Die Linke sich für ein Festhalten am B.Planverfahren
ausgesprochen. Somit ist klar: Vor den Wahlen am 18. September wird gar nichts
verabschiedet und danach ist weiterhin alles offen.

Das haben wir geschafft, mit unserer Kundgebung und unseren Wortmeldungen auf
der BVV haben wir die Politik mobilisiert! Danke noch einmal an alle Teilnehmer
und Diskussionsredner!

Bitte kommt am kommenden

*Samstag, den 10. September*
*14:00 Uhr*
*in das RADIALSYSTEM V*
*Holzmarktstraße 33, 10243 Berlin. *

Die Radial Stiftung und das RADIALSYSTEM V haben unter dem Titel “Berlin Agora
eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen unter dem Motto “Vom Wut- zum Mut-
zum Meisterbürger”
und stellt uns im Rahmen dessen seine Räume zur Verfügung.

Wir stellen alternative Konzepte für das Postfuhramt als Kunststandort vor und
wollen diese mit Euch und Verantwortlichen diskutieren. Wir starten unsere
Kampagne “Stoppt die Zerstörer”, mit der wir den Winterschlaf einiger unserer
gewählten Volksvertreter und Beamten beim Umgang mit Berlins Kulturerbe beenden
wollen. Wir wollen uns von der Denkmalpflege erläutern lassen, wie
Entscheidungen und Prozesse ablaufen, an deren Ende dann Teile eines Denkmals
abgerissen oder überbaut werden, wie leider schon geschehen.

Im Tagesspiegel von heute, 7.9.11, kann man auf Seite 21 unter dem Titel *”Stadt
als Beute”* sehen, dass diese Veranstaltungsreihe bestens besucht ist und
beachtet wird.

Wir freuen uns auf Euer Kommen. Je mehr wir sind, desto größer unser Einfluss!

Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung der BVV Mitte 30.08.2011

Der Tagesordnungspunkt Postfuhramt wurde dieses Mal nahezu pünktlich und zeitlich korrekt abgehandelt.
Unmittelbar davor erläuterte ein Vertreter des Vorhabenträgers “Forum Museumsinsel” die Pläne vom Herrn Freiberger für das Gelände des Haupttelegrafenamtes und der ehemaligen Universitäts-Frauenklinik.

Die gute Nachricht davon war: Der Uferweg bleibt frei. Die schlechte: Alles andere bedeutet massive Eingriffe in die vorhandene Struktur (Privatisierung der Ziegelstraße zwischen Tucholsky- und Monbijoustraße, Nivellierung der städtebaulich einzigartigen Senke, und dergleichen Dinge mehr).
Zum Postfuhramt stellte der Architekt von Elad, Wolfgang Keilholz, einen geänderten architektonischen Entwurf vor. Gegenüber dem vorherigen wurden – die Kubatur der Neubauten im Hof reduziert, sowohl seitlich als auch der Höhe nach;
- der Neubau an der Auguststraße (entlang der Brandmauer zum Spielplatz) soll 7 Geschosse und eine Simshöhe von 18,80 m haben, während die vorhandenen Häuser in der Auguststraße 18,80m hätten; – somit soll “keiner der Neubauten eines der umliegenden Gebäude überragen”, so Keilholz;
- der Neubau Richtung Oranienburger Straße soll mit einer Höhe von 21,80m keinen der Flügel des Postfuhramtes überragen und somit von keinem Ort vor dem Postfuhramt sichtbar sein. In der schwarzweißen Simulation des Gebäudes an der Auguststraße wirkte dieses wuchtig und bedrohlich. Es wurde deutlich, dass der Spielplatz in der Vor- und Mittagszeit erheblich verschattet wird und dass der Neubau den Blick versperrt auf den Turm des Postfuhramtes. In der Diskussion wurden erfragt:
- die Barrierefreiheit und wo der Zugang für Behinderte ist (von der Tucholskystraße aus laut Keilholz) – wie genau die Einfahrt zur Tiefgarage aussieht (wurde nicht beantwortet), offensichtlich aber sollen sowohl Zugang als auch Zufahrt durch das historische Torhaus erfolgen, eine andere Lösung war nicht ersichtlich und wurde nicht formuliert. Keilholz ging auf den Zwischenruf, wie das gehen soll, nicht ein. “Ich kann mich mit der Idee, das Tor in die Fassade zu integrieren, anfreunden”, so Keilholz.
Der Baustadt Ephraim Gothe (SPD) erklärte, dass
- der Investor großes Verständnis für die Situation und erhebliches Entgegenkommen gezeigt habe;
-der Denkmalschutz hervorragend gearbeitet hätte;
- nunmehr für ihn, den Baustadtrat, alle Bedingungen erfüllt seien, Elad den Bauvorbescheid zu erteilen.
Dazu werde er den gültigen B.Planaufstellungsbeschluss aufheben und anschließend nach §34 BauGB unterzeichnen.
Der Versammlungsleiter Frank Bertermann (Die Grünen) rief darauf die anwesenden Vertreter der Fraktionen zu einem “Stimmungstest” auf. – Die Grünen: Möchten am Bebauungsplanverfahren festhalten. – CDU: Würden den Baustadtrat in seiner Absicht, den bisherigen B.Planaufstellungsbeschluss aufzuheben, unterstützen.
- Die Linke: Würden das Vorgehen nach B.Planaufstellungsbeschluss bevorzugen. – FDP: Sagte Stadtrat Gothe die Unterstützung zu. – SPD: Sagte Stadtrat Gothe die Unterstützung zu.
In der Quersumme also 50/50, wobei dieser rein atmosphärische Test ohne Belang für den Baustadtrat ohne Belang ist, wenn der nach §34 BauGB vorgeht. Das Thema C/O Berlin wurde nicht angesprochen.

Eindrücke vom Aktionstreffen am 25. August 2011

Zum Aktionstreffen am Kinderspielplatz in der Auguststraße hinter dem Postfuhramt letzten Donnerstag, zu dem wir BezirkspolitikerInnen aus Berlin-Mitte und Vertreter von ELAD eingeladen haben, kamen an die 50 bis 80 AnwohnerInnen. Neben den Initiatoren der AnwohnerInneninitiative RETTE lebenswerte Mitte! kamen auch Herr Baustadtrad Gothe (SPD), Andrea Fischer (Kandidatin für Bündnis 90/Die Grünen), Thorsten Rescke (CDU) und zwei Vertreter von ELAD, Jürgen Scheunemann (Deutschland-Sprecher ELAD) und Wolfgang Keiholz (Architekt) zu Wort. Es gab natürlich auch diverse Redebeiträge von AnwohnerInnen aus der August- und der Tucholskystraße. Die BezirkspolitikerInnen und ELAD-Vertreter haben sich in ihren Beiträgen weitestgehend selbst demontiert. Die Meinungen und Aussagen der AnwohnerInnen waren dagegen klar und deutlich: “Wir brauchen kein weiteres Hotel in der Spandauer Vorstadt und das Postfuhramt muss so erhalten werden wie es ist!”

Die etwa zweistündige Veranstaltung haben wir per Video aufgezeichnet und zu einem etwa halbstündigen Film zusammengestellt. Wir bitten um Verständnis, dass sich nicht alle Diskussionsbeiträge, Fragen und Antworten der AnwohnerInnen in voller Länge darin wiederfinden.

Und hier noch einige Bilder:

nächste Sitzung des Bauausschusses der BVV am 31.8.

Dank an alle, die am Donnerstag 25.8. bei unserem Aktionstreffen in der Auguststraße waren. Das war ein toller Erfolg für die Initiative. Wir haben zahlreiche Zuschriften erhalten, wie diese von Ulrike:

“Viele kluge Diskussionsbeiträge und absolut authentisch, keine einheitlich vorbereitete Meinung der Aktivisten sondern viele Stimmen von der Strasse und die Diskussion ist nicht in die falsche Ecke geraten, kein Abgleiten in Nebenschauplätze, und immer wieder die richtigen Fragen an die richtigen Leute.”

Dem konnten die Vertreter von Verwaltung, Politik und Elad nichts entgegensetzen. Deren Wortmeldungen waren blass und hatten wenig Substanz. Wir kämpfen weiter. Sagt den Damen und Herren Eure Meinung. Bitte kommt Mittwoch 31.8.11 ab 19:30 Uhr – zur Sitzung des Bauausschusses der BVV in den großen Sitzungssaal, Parochialstr. 3.

Stimmen zur BVV-Sitzung vom 22. Juni 2011 zum Thema Postfuhramt

Stimmen zur 62. Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Sanieren, Bauen und Bebauungspläne der BVV Mitte vom 22. Juni 2011 zum Thema Postfuhramt

Die Tagesordnung für die BVV-Ausschusssitzung wurde so geändert, dass das Thema Postfuhramt ganz an das Ende der Sitzung gerutscht war. So blieb nur noch wenig Zeit für eine Diskussion zu diesem Thema. Nur drei RednerInnen wurdenach dem offiziellen Ende der Sitzungdas Rederecht erteilt. „Gelebte Demokratiesieht anders aus. Das müssen sich wohl alle Franktionsvertreter ins Stammbuch schreiben lassen.

Architekt Keilholz bei der Präsentation

Architekt Keilholz bei der Präsentation

Der Elad-Architekt Keilholz hattewie schon in der letzten BauausschusssitzungGelegenheit, das Konzept der Elad-Gruppe für den Umbau des Postfuhramtes vorzustellen. Aufgrund der Auflagen des Landesdenkmalrates, der nach der letzten Bauausschusssitzung tagte, wurde das Konzept für den Umbau des Postfuhramtes jedoch nur unwesentlich überarbeitet.

Der Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) hält allerdings den derzeit vorliegenden Entwurf der Elad-Gruppe planungsrechtlich für genehmigungsfähig. Völlig zur Überraschung aller will Ephraim Gothe jetzt sogar auf einen Bebauungsplan verzichten; dem widersprachen Ausschussmitglieder.

Architekt Heinrich Burchard, als Vertreter der Anwohner-Initiative RETTElebenswerteMITTE, der seit 30 Jahren behutsame Stadterneuerung in Berlin betreibt, meldete sich zu Wort. Seine wichtigsten Argumente:

Nach Jahren der behutsamen Stadterneuerung in Berlins Mitte kippt nun der ganze Kiez der Spandauer Vorstadt durch neuerliche bauliche Veränderungen, und zwar durch die massive, hohe und dichte Bebauung, durch die Blockrandschließungen und die massiven Nutzung der Häuser als Hotels. Als Beispiele nennt er dafür den Me Collectors Room, das Freiberger-Gelände und das Areal rund um das Tacheles.

Der von der Elad-Gruppe geplante Umbau für das Postfuhramtes ist seiner Ansicht nach nur ein Baustein von vielen, bei der extremen Verdichtung des Gebietes der Spandauer Vorstadt, von daher ist dieses Projekt grundsätzlich abzulehnen.

Architekt Keilholz ist fasziniert von seinem Werk

Architekt Keilholz ist fasziniert

Prof. Michael Schirner, Vertreter der Initiative und Leiter des Instituts für Kunst und Medien, das direkt an das Postfuhramt angrenzt, übergab dem Vorsitzenden sein Redemanuskript zur Verteilung an die Ausschussmitglieder. Wir zitieren Teile daraus:

Als unmittelbar Betroffener, als Kommunikationsdesigner und als Kunst- und Kulturwissenschaftler setze ich mich aktiv für den Denkmalschutz und für die Interessen der Anwohner und ihrer Initiative Rette lebenswerte Mitte ein.

Wir sind gegen die angekündigte Zerstörung des historischen Postfuhramts als Baudenkmal, die der Anfang vom Ende einer lebenswerten Mitte ist.

Wir sind gegen die Zerstörung der historischen, ersten Betongaragen des Baudenkmals und dem ehemaligen kaiserlichen Postkutschenhof.

Wir fordern, dass der vorhandene Baukörper des Baudenkmals – inklusive Garagen, Postfuhrhof und Posttor an der Auguststraße – so erhalten bleibt wie er jetzt ist.

Wir sind gegen jeden Umbau, Anbau und Neubau des denkmalgeschützten Postfuhramts.

Wir sind gegen den Bau von Luxusapartment-Wohnblocks und Shopping-Center-Komplex; vor allen sind wir gegen Bau eines monströsen Hotelkolosses und gegen die Riesen-Tiefgarage mit Unmengen Stellplätzen unter dem Postfuhrhof.

Wir sind dagegen, dass durch die Errichtung eines monströsen Hotelbettenkomplexes mit über hundert Stellplätzen die gesamte Verkehrsstruktur der umliegenden Straßen und das Leben des Kiezes radikal zerstört werden.

Wir fordern alle Verantwortlichen auf: Rettet das Postfuhramt, kämpft für den Kiez und stoppt Elad.

Eine Anwohnerin aus der Auguststraße 5 sagte, dass dieDurchwegungdes PFA hin zur Auguststraße abzulehnen sei, da der Kinderspielplatz, der zum Teil von 50 bis 100 Kindern am Tag genutzt wird, so nicht mehr nutzbar sei.

Dies bekräftigte auch eine weitere Anwohnerin aus der Auguststraße 5 – die meinte, dass sie selbst als Mutter den Kinderspielplatz mit ihrem Kind nutze. Sie brachte als ein weiteres wichtiges Argument gegen die Bebauungspläne der Elad-Gruppe ein, dass die Durchwegung am Kinderspielplatz vorbei in der Auguststraße, letztlich dazu führen wird, dass Horden von Touristen, gar ganze Pup-Crawls dort lang marodieren und Unmengen an Unrat hinterlassen werden.

Wir zitieren aus dem Schreiben des Anwalts Cord Heinichendem anwaltlichen Vertreter der Wohnungseigentümergemeinschaft Auguststraße 6 – an den Bezirksstadtrat Gothe:

„… In der Ausschusssitzung wurden dessen Mitglieder von Vertretern des Investors und Ihnen über den aktuellen Planungsstand des Bauvorhabens informiert. Dabei stellte sich heraus, dass das Bauvorhaben der Bebauungsplanung gemäß Beschluss vom 22. März 2011 des Bezirksamts über die Aufstellung des Bebauungsplans 1-71 für das Postfuhramtsgelände eindeutig entgegensteht:

Das im Aufstellungsbeschluss enthaltene Planungskonzept sieht die Bebaubarkeit des Postfuhramtgeländes bis zu einer GRZ von 0,6 vor und bis zu einer GFZ von 2,2. Beide Werte werden durch die aktuelle Planung des Investors mit einem GRZ von 0,94 bzw. einer GFZ von 3,45 ganz erheblich überschritten.

Insofern können die Nachbarn berechtigterweise erwarten, dass das bzw. ein etwaiges Baugesuch des Investors entsprechend Ziffer III. des Aufstellungsbeschlusses nach § 15 Abs. 1 BauGB zurückgestellt wird, soweit und solange es dem Planungskonzept noch entgegensteht.

Ihren Ausführungen konnte demgegenüber entnommen werden, dass das Bezirksamt den entgegengesetzten Weg beschreiten möchte, indem es den Aufstellungsbeschluss aufhebt, um die Diskrepanz zwischen dem bezirklichen Planungskonzept und der Bebauungsplanung des Investors zu dessen Vorteil beseitigt. Bei Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses könnte das Postfuhramtgelände vom Investor gemäß § BauGB als ungeplanter Innenbereich bebaut werden.

Sachliche bzw. nachvollziehbare Gründe hierfür wurden von Ihnen bisher nicht genannt: Gemäß § 1 Abs. 3 Satz 1 BauGB darf Bauleitplanung nur insoweit betrieben werden, als das städtebaulich erforderlich ist …. In Hinblick auf die Rechtspflicht der Verwaltung, sich gesetzeskonform zu verhalten, ist daher anzunehmen, dass ein entsprechendes städtebauliches Erfordernis zum Zeitpunkt des Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses (22. März 2011) bestand und auch heute noch bestehtIn der Ausschusssitzung ist des Weiteren unklar geblieben, wie der zusätzliche Verkehr bewältigt werden soll, der durch dieangeblich von 110 auf 80 Stellplätzeabgespeckte“ – Tiefgarage entstehen würde. Nach Lage der Dinge wird dieser zusätzliche Verkehr ggf. die bereits jetzt stark belastete Auguststraße noch weit stärker belasten. …“

Fazit: Das Bauvorhaben des Investors widerspricht dem beschlossenen Bebauungsplan. Für eine Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses gibt es keine sachlichen bzw. nachvollziehbaren Gründe, sie ist abzulehnen. Die Anwohner-Initiative wird gegen die Willkür des Investors und der Verwaltung mit allen Mitteln ihre Rechte und Interessen durchsetzen. Die Anwohner-Initiative fordert alle Beteiligten auf: Rettet das Postfuhramt, kämpft für den Kiez und stoppt Elad.

C/O sind Angebote von Elad zu teuer – Atelierhaus im Monbijoupark ev. Alternative

Wie die TAZ und die Berliner Zeitung in den letzten Tagen berichteten, sind der Galerie C/O die Angebote der Elad-Gruppe für den Verbleib im Postfuhramt entschieden zu teuer. Die TAZ spricht in diesem Zusammenhang von einem Schein- und die Berliner Zeitung gar von einem unmoralischen Angebot. Das ehemalige Atelierhaus der Kunsthochschule Weißensee im nahe gelegenen Monbijoupark – das nun nicht mehr abgerissen werden soll -  könnte daher eine mögliche Alternative darstellen.

Die TAZ berichtet über Aktionstreffen und BVV-Sitzung

Die TAZ berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über das Aktionstreffen vom Montag und die BVV-Sitzung, die heute Abend stattfinden wird.

 

BVV-Sitzung am 22. Juni & Unterschriftenaktion

Am kommenden Mittwoch, dem 22. Juni, findet die Bezirksverordnetenversammlung Mitte (BVV) in der Parochialstraße 3 im Sitzungssaal 226 statt. Die Sitzung selber beginnt bereits um 17.30 Uhr statt. Ab 18 Uhr ist sie dann öffentlich. Ein Besuch lohnt sich, denn neben mehreren anderen Themen wird auch der Bebauungsplan des Postfuhramtes auf der Tagesordnung stehen. Wenn Sie Interesse haben, schauen Sie vorbei und artikulieren Sie dort Ihren Unmut über die Bebauungspläne von El-Ad.

Wir wollen auf dieser BVV-Sitzung die bisher gesammelten Unterschriftenlisten für den Erhalt des Postfuhramtes übergeben. Wenn Sie selbst eine solche Unterschriftenliste ausfüllen lassen wollen finden Sie hier eine Vorlage zum Download.

Dann bis Mittwoch!